KONFI
2005/2006

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Interview

Interview

- Es ist schön, dass Ihr Euch für das Praktikum im Konfirmandenunterricht den Gemeindebrief ausgesucht habt und an seiner Gestaltung mitarbeitet. So könnt Ihr den Lesern erklären, wie dieser Unterricht in unserer Gemeinde aussieht. Wenn Ihr zurückblickt, welche Themen habt Ihr bisher in der Hauptsache behandelt?

Sebastian: Wir haben die Phasen des Kirchenjahrs entsprechend der jeweiligen Jahreszeit durchgenommen. Richard: Dazu den Gottesdienst, die Lieder und Bibelstellen. Gideon: Und Martin Luther und die Reformation aus theologischer Sicht und Katharina von Bora, weil doch unser Gemeindehausnach ihr heißt.

- Wird da viel diskutiert?

Sebastian: Eher weniger, Pfarrer Zultner erzählt vielmehr. Gideon: Untereinander diskutieren wir die Themen nicht so viel. Richard: Wir besprechen die Teile des Gottesdienstes und üben sie ein.

- Seht Ihr den Konfi-Unterricht als eine Vertiefung des Religionsunterrichts in der Schule?

Gideon: Das nicht, er ist die Vorbereitung auf den Eintritt in die Gemeinde.

- Was muss man heute noch auswendig lernen aus der Bibel, dem Kleinen Katechismus und an Liedern?

Gideon: Das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis ohne Erklärungen, den Psalm 23. Sebastian: Und das moderne Glaubensbekenntnis im Lied 704 „Ich glaube: Gott ist Herr der Welt“. Richard: Man konnte auch, aber es war kein Zwang, das Lied „Bewahre uns Gott“ auswendig lernen.

- Pfarrer Zultner hat kürzlich erwähnt, dass die Konfirmanden auch den 1. Artikel „Von Gott“ aus der Confessio Augustana lernen müssen? Alle Achtung, denn der ist ziemlich lang und bestimmt

schwer zu lernen.

b13Gideon: Der war bei uns im Unterricht noch nicht dran.

- Findet Ihr die Sprache Luthers in der Bibel und im Katechismus, die ja schon einige Male im Laufe der Jahrhunderte überarbeitet worden ist, verständlich und vielleicht auch schön oder eher fremd ?

RT: Zwei bis drei Wörter sind vielleicht unverständlich.
Sebastian:
Die Sprache ist verständlich, aber schon fremd, weil sie nicht so wie die Umgangssprache ist. Gideon: Ich lese zum Beispiel auch das Nibelungenlied in der ursprünglichen Version. Mir gefällt die alte Sprache. 7 Konfirmanden

- Habt Ihr neben dem theoretischen Unterricht und dem jetzigen Praktikum in den verschiedenen Gemeindebereichen auch gemeinsame Ausflüge oder Ähnliches gemacht?

Sebastian: Wir hoffen, dass es nach der Konfi-Zeit wieder ein Wochenende in Taizé gibt, wie schon bei anderen Gruppen.

- Gehen die meisten aus Eurer Klasse zum Konfirmations- oder Firmungs-Unterricht bzw. zum evangelischen oder katholischen Religionsunterricht ?

Gideon: Ungefähr 75 % gehen in den Religionsunterricht, die anderen haben Ethikunterricht. Wie viele zur Konfirmation oder Firmung gehen, ist schwer zu sagen, weil der Unterricht ja außerhalb der Schule stattfindet. Richard: Bei uns gibt es überhaupt nur fünf Evangelische in der ganzen Klasse. Sebastian: Bei uns dürfen auch Nichtgetaufte am Religionsunterricht teilnehmen, wenn sie das wollen.

- Gibt es am Ende des Konfi-Unterrichts eine Art Prüfung? Kann man da auch durchfallen?

b1RT: Oh ja, da kann man durchfallen.

Gideon: Pfarrer Zultner hat gesagt, dass er uns am Ende prüfen wird. Sebastian: Wichtig ist auch, dass man 14 Kirchenbesuche vorweisen kann. Bei 13 wird man wohl noch durchkommen, wenn es weniger sind, wird es knapp werden. Im Notfall, heißt es, muss der Kirchenvorstand entscheiden.

Sebastian: Pfarrer Zultner wird sich aber rechtzeitig um die fehlenden Gottesdienstbesuche kümmern.

- In diesem Jahr soll ein Schwerpunkt in der Gemeinde die Jugendarbeit sein mit Jugendgottesdiensten, Freizeiten und so. Ob Ihr da wohl nach der Konfirmation mitmachen werdet? Und vielleicht auch mal einen Bericht darüber im Gemeindebrief schreibt?

Wir waren neulich im Jugendgottesdienst in Höhenrain, der hat uns gut gefallen,

besonders die Band. Ob wir bei der Jugendarbeit mitmachen können, wird wohl eine Zeitfrage sein. Über die Zeit danach haben wir uns aber noch keine Gedanken gemacht. Das lassen wir auf uns zukommen.

- Herzlichen Dank an Euch Drei – ihr habt euch als richtige Profis erwiesen.

Das Interview führte Astrid von Menges